„Unser Wasser im Bergischen“ – Planungszelle Wermelskirchen.

Vom 2.-5. November 2015 fand in den Räumlichkeiten des Landhaus Spatzenhof in Wermelskirchen ein Bürgerbeteiligungsverfahren statt, welches die Bergische Universität Wuppertal organisierte und durchführte. Das Bürgerbeteiligungsverfahren stellt einen wichtigen Baustein im Forschungskonzept des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts ENERWA dar.

Das Bürgerbeteiligungsverfahren, die sogenannte Planungszelle, machte die Bürgerinnen und Bürger zuerst mit den grundlegenden Richtlinien, Vorgaben und dem Ist-Zustand des wasserwirtschaftlichen Systems bekannt. Bevor in einem zweiten Schritt Forscherinnen und Forscher wie auch Experten aus der Wasserwirtschaft einen Ausblick gaben, welche Lösungsansätze zur energetischen Optimierung des wasserwirtschaftlichen Systems erarbeitet und demzufolge umsetzbar wäre. Hierbei wurden nicht nur rechtliche und ökonomische Fragen geklärt, sondern auch Vertreterinnen und Vertretern des Umweltschutzes, der Touristik sowie verschiedene ansässige Benutzer der Gewässer ein Forum für ihre Fragen und Standpunkte eingeräumt.

Im Verlauf der Veranstaltung gewannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die unterschiedlichen Experten und Vorträge ein facettenreiches Bild der wasserwirtschaftliche Lage. Durch die Präsentation möglicher Konzepte für die Zukunft und den in der Planungszelle realisierten Austausch von Bürgern mit Vertretern der Politik ist es den zufällig ausgesuchten Teilnehmern der Planungszelle verstattet, am Ende des Verfahrens eine lebensnahe und reliabele Empfehlung in Form des Bürgergutachtens auszusprechen.

Mit der Planungszelle als Bürgerbeteiligungsverfahren erhält das Forschungsprojekt eine Komponente hinzu, die einen Einblick in die Tragfähigkeit der angestrebten Neuerungen in Bezug auf die gesellschaftliche Akzeptanz gewähren soll.