Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern als Experten des Alltags.

Große Dhünn Talsperre als thematischer Aufhänger für die Bürgerbeteiligung, Foto Wupperverband 2015

Die Energie- und Wasserversorgung befindet sich in einem vielschichtigen Wandel, der durchaus soziale und gesellschaftliche Folgewirkungen haben kann. Optimierungsprozesse können nur zügig umgesetzt werden, wenn betroffene Bürger in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

Die Bergische Universität Wuppertal plant ein Bürgerbeteiligungsverfahren basierend auf einer klassischen Planungszelle sowie eine Stakeholder-Beteiligung. Das Verfahren der Planungszelle wurde Anfang der 1970er Jahre an der Bergischen Universität Wuppertal als Instrument zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an politischen Entscheidungsprozessen entwickelt und seither auf nationaler und internationaler Ebene vielfach erfolgreich eingesetzt. Der Leitgedanke der Planungszelle ist, Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zu geben, ihre Meinung, ihre Lebenserfahrung und ihre Kompetenz konstruktiv in Innovations- und Umstrukturierungsprozesse einzubringen.

Für die Bürgerbeteiligung im Projekt ENERWA dient die Trinkwassertalsperre Große Dhünntalsperre im Rheinisch-Bergischen Kreis als thematischer Aufhänger. Hier können sich die Bürger(innen) aus dem Einzugsgebiet rund um diese Talsperre (Wermelskirchen, Dhünn, Burscheid und Hückeswagen) ausschnitthaft ein Bild von der gesamten Trinkwasserversorgung machen. Mögliche energetische Optimierungen einschließlich ihrer Vor- und Nachteile werden verständlich dargelegt und zur Diskussion gestellt.

Zum ersten Mal wird ein solches Verfahren digital mit Hilfe von Tablets unterstützt, um die Prozesse in der Beteiligung zu vereinfachen und in Echtzeit digital umzusetzen.